Abgedruckt in: FaktenCheck:HELLAS Nr. 3, Juni 2015

Das griechische faschistische Regime verhaftete nach dem Putsch vom April 1967 mehr als 10.000 Personen – Linke, Gewerkschafter und Demokraten. Jahrelang mussten Tausende Menschen in Gefängnissen und auf Inseln mit Konzentrationslagern leben. Darunter auf Prominente wie Mikis Theodorakis. Das Regime entwickelte eine breite Palette von Foltermethoden, die regelmäßig zur Anwendung kamen. U.a. die „Falanga“ („Die Fußsohlen werden mit einem Metallrohr oder einem Draht geschlagen“); „Folter durch Aufhängen“ („Der Gefangene wird mit Stricken oder Handschellen an Handgelenken, Füßen oder Ohren aufgehängt“); „Folter durch elektrische Schocks“ („An einigen Körperstellen werden Elektroden befestigt, durch die man starken Strom schickt. Die Foltertechnik wird im Allgemeinen auf die Genitalien angewandt – sowohl bei Frauen wie bei Männern“). Und: „Wasserbehandlung: Man gießt dem Gefangenen Wasser in Mund und Nase und schmiert ihm Tide, Seife, in Augen, Mund und Nase. Dabei schlägt man seinen Kopf auf die Folterbank, auf der er festgebunden ist.“

Zitiert nach: Schwarzbuch der Diktatur in Griechenland, Rowohlt, Hamburg 1970, S. 134; Basis: Berichte, die dem Europaparat übergeben wurden.

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