Aus: FaktenCheck:HELLAS Nr. 3, Juni 2015

In dem Blatt „Tages-Anzeiger“ aus der Schweiz vom 22. Mai war zu lesen: „Die Bilanz der bisherigen Rettungsbemühungen für Griechenland sind niederschmetternd“. Trotz vieler und teurer Hilfspakete werde „der griechische Schuldenstand in diesem Jahr auf exorbitante 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen – verglichen mit 110 Prozent 2008.[…] Wenn das Schuldendrama in Griechenland eines gelehrt hat: Die Schuldentragfähigkeit eines Landes lässt sich primär durch stärkeres Wirtschaftswachstum und nicht durch möglichst hohe Haushaltsüberschüsse verbessern.“ Gefordert wird damit in dem großbürgerlichen Blatt eine Kehrtwende der EU-Politik gegenüber Griechenland um 180 Grad. Doch EU und IWF fordern das Gegenteil: den verschärften Austeritätskurs.

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